Nachhaltige Energielösungen in Aktion

Unsere Projekte

Erfahren Sie mehr über die erfolgreichen Projekte von Green Innovations in den Bereichen kommunale Wärmeplanung, Wärmenetz-Planung und Pyrolyse-Anlagen. Unsere realisierten Projekte zeigen, wie wir innovative und effiziente Lösungen umsetzen, um eine grünere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Tauchen Sie ein in die Details unserer Arbeit und lassen Sie sich von den Ergebnissen inspirieren.

Sehen Sie, wie nachhaltige Energieprojekte Wirklichkeit werden – entdecken Sie unsere Projekte!

Optimierung von Biogasanlagen durch die Einspeisung von Pyrolysegas

BGA Hof

Viele Betreiber von Biogasanlagen stehen vor wegweisenden Entscheidungen bezüglich der Zukunft ihrer Anlagen. Dies wird speziell durch die anstehenden Minderungen der EEG-Zuschüsse für den aus Biogas produzierten und in das öffentlich Stromnetz eingespeisten Strom notwendig. In diesem Zusammenhang ist die Erweiterung einer bestehenden Biogasanlage durch eine Pyrolyseanlage sehr sinnvoll.

Nutzung von Pyrolysegas in Biogasanlagen

Das von der Pyrolyseanlage erzeugt Pyrolysegas wird möglichst feinperlig in die Flüssigphase des Fermenters der Biogasanlage eingedüst. Diese Eindüsung erfolgt möglichst tief unten im Fermenter um eine große Verweildauer des Pyrolysegases in der Flüssigphase zu erreichen. Während die Gasbläschen langsam durch die Flüssigkeit nach oben steigen, werden die Gasbestandteile von den Bakterien verstoffwechselt. Diese Verstoffwechslung des Pyrolysegases führt zu einer deutlichen Steigerung des Methananteils im Biogas. Abhängig von der Höhe der Flüssigkeitssäule im Fermenter und der Viskosität der Flüssigphase kann der Methangehalt im Biogas um bis zu 10 – 15% gesteigert werden. Das Kohlenmonoxid (CO) im Pyrolysegas erbringt einen zusätzlichen Kohlenstoffeintrag in den Fermenter. Dadurch kann der Kohlenstoffeintrag durch die in der Biogasanlage eingesetzte Biomasse reduziert werden. Mit anderen Worten: der Eintrag von Mais und damit die Kosten der Biomasse für die Produktion von Biogas können deutlich reduziert werden. Die Einspeisung von Pyrolysegas in den Fermenter einer Biogasanlage sorgt somit sowohl für eine Steigerung der Gasmenge als auch des Methanisierungsgrads und reduziert gleichzeitig die Kosten der eingesetzten Biomasse. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlage deutlich erhöht. Diese Technik wird bereits seit Ende 2024 in einer Testanlage in Marktoberdorf erprobt und hat sich dort bewährt.

Details zum Projekt in Hof

Am Stadtrand von Hof (PLZ: 95031) befindet sich eine große NaWaRo-Biogasanlage mit 4MW elektrischer Leistung. Die Anlage nutz ausschließlich Gülle als Eingangsstoff für die Biogaserzeugung. Das produzierte Biogas wurde bisher vollständig in 3 BHKW verstromt. Die EEG-Förderung dieser Stromeinspeisung läuft noch bis 2031. Die Abwärme aus der Verstromung wird teilweise genutzt, um über ein lokales Nahwärmenetz ein anliegendes Industriegebiet zu versorgen. Aktuell wird die Biogasanlage durch eine neue LNG-Produktionsanlage erweitert. In dieser Anlage wird Biogas zu Bio-LNG veredelt. Das LNG wird an eine lokale Spedition verkauft, deren LKW-Flotte von Diesel auf LNG-Nutzung umgerüstet wird. Durch die LNG-Produktion steht weniger Biogas für die Verstromung zur Verfügung. Dadurch kann  die EEG-Förderung der BHKW´s nicht mehr ausgenutzt werden. Green Innovations vermietet in diesem Projekt der Betreibergesellschaft der Biogasanlage 2  Pyrolyseanlagen mit jeweils 600kW Nennleistung für eine feste Mietdauer von 10 Jahren. Die Pyrolyseanlagen werden ganzjährig genutzt um Pyrolysegas zu produzieren, welches in einen Fermenter der Biogasanlage eingespeist wird. Damit wird die Gasmenge und der Methanisierungsgrad des produzierten Biogases gesteigert. Durch die größere zur Verfügung stehende Gasmenge können neben der LNG-Produktion auch die BHKW´s voll ausgelastet werden. Green Innovations sorgt für die Bereitstellung der Biomasse für die Pyrolyse sowie für den Vertrieb der produzierten Pflanzenkohle und der CO2-Zertifikate. Den täglichen Betrieb der Pyrolyseanlage übernimmt der Betreiber der Biogasanlage mit seinem eigenen Personal. Die Pyrolyseanlagen werden als Containerbauten ausgeführt, so dass kein festes Gebäude notwendig ist. Das benötigte Grundstück wird vom Betreiber der Biogasanlage auf dessen Anlagengelänge zur Verfügung gestellt.

Optimierung von Biogasanlagen durch die Einspeisung von Pyrolysegas

Risikoanalyse

Alle technischen Fragen sind mit dem Betreiber der Biogasanlage geklärt. Die technische Machbarkeit und Effektivität wurde in dem Testprojekt in Marktoberdorf in den letzten 9 Monaten nachgewiesen. Der Betreiber der Biogasanlage trägt das Risiko des Anlagenbetriebs sowie die anfallenden Arbeiten mit sein eigenen Personal. Die Anlagen werden an den Betreiber vermietet. Der Hersteller der Pyrolyseanlagen unterstütz dieses Pilotprojektintensiv  und erbringt alle Serviceleistungen für 2 Jahre kostenlos.

Zeitplan

Die Pyrolyseanlagen sollen bald möglichst in Betrieb genommen werden. Technische und vertragliche Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen. Vorgespräche mit der Verwaltungsstelle zur Erteilung der Betriebsgenehmigung wurden geführt. Sobald die Finanzierung sichergestellt ist, können alle Verträge unterzeichnet werden und die Anlagen werden bestellt. Die Bauzeit beträgt ca. 6-8 Monate. Danach erfolgt die Inbetriebnahme und der Anschluss an den Fermenter der Biogasanlage und die BHKW´s. Eine Inbetriebnahme ist im 1. Quartal 2026 geplant.

Zusammenfassung

Bei dem Projekt handelt es sich um eine industrielle Pilotanlage für die Kombination einer Biogasanlage mit Pyrolysetechnik. Die Realisierung dieses Projektes ist ein wichtiger Schritt für die Erschließung eines neue Marktsegments zum Einsatz von Pyrolyseanlagen in Deutschland. Aktuell werden in Deutschland ca. 9.900 Biogasanlagen betrieben und werden von der Reduzierung der EEG-Förderung existentiell bedroht. Viele davon könnten durch dieses Geschäftsmodell von der drohenden Insolvenz bewahrt werden. Biogasanlagen können zeitgesteuert Strom produzieren und sind damit eine wichtige, regenerative  Ergänzung der zu Wind- und Solarstrom. Deshalb ist es für die Umstellung der Stromproduktion in Deutschland wichtig, diese Analgen auch ohne EEG-Förderung wirtschaftlich betreiben zu können. Die Kombination bestehender Biogasanlagen mit Pyrolyseanlagen stellt hier ein wichtiges Zukunftsmodell dar. Unterstützen Sie mit Ihrer Investition in dieses Projekt von Green Innovations den Aufbau einer regenerativen, grünen Stromproduktion in Deutschland und profitieren Sie an einer sicheren und hohen Rendite von 6% pro Jahr!

Erweiterung des Fernwärmenetzes in Adelshofen

Heizzentrale mit Pyrolysetechnik

Die Nahwärme Adelshofen GmbH & Co.KG betreibt ein Nahwärmenetz mit einem Jahreswärmebedarf von ca. 4,5 GWh. Die benötigte Wärmeleistung wird aktuell durch eine Hackschnitzelheizung gedeckt, die jedoch den steigenden Bedarf im Winter 2024/25 nicht mehr erfüllen kann. Daher wird eine neue Heizzentrale mit Pyrolysetechnik gebaut, um den Ausbau zu gewährleisten und gleichzeitig die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die neue Heizzentrale wird auf einem landwirtschaftlich genutzten Grundstück in der Nassenhausener Straße errichtet, das zahlreiche Vorteile bietet: Es liegt am Rande des Industriegebiets und verursacht keine Lärmbelästigung, ist bereits erschlossen und bietet Platz für alle Ausbaustufen der Anlagentechnik sowie für die Lagerung und Weiterverarbeitung der Pflanzenkohle.

Nutzung des Pyrolysegases

Um die Wirtschaftlichkeit der Pyrolyseanlage sicherzustellen, wird das im Sommer produzierte Pyrolysegas sekundär genutzt. Die Anlage ermöglicht die Produktion von hochreinem Pyrolysegas, das zu Wasserstoff umgewandelt werden kann. Dieser Wasserstoff wird komprimiert und in Druckbehältern an Tankstellen verkauft, was zusätzliche Einnahmen generiert. Der Wasserstoffverkauf profitiert von der THG-Prämie für Fahrzeuge, ähnlich wie Elektrofahrzeuge.

Zeitplan

Die neue Heizzentrale soll im Winter 2024/25 in Betrieb gehen, während die Wasserstoffproduktion bis Ende der Heizsaison 2025 geplant ist.

Erweiterung des Fernwärmenetzes in Adelshofen
Erweiterung des Fernwärmenetzes in Adelshofen
Neubau einer Pyrolyse-Heizzentrale

Fernwärmenetz in Offenhausen

In Offenhausen und Engelthal wird ein neues Fernwärmenetz mit 102 Hausanschlüssen und einem Produktionsbetrieb gebaut. Der Jahreswärmebedarf beträgt ca. 8 GWh. In weiteren Ausbaustufen kann das Netz bis zur Frankenalb-Klinik (4 GWh/Jahr) und dem Industriegebiet von Hersbruck erweitert werden. Die neue Heizzentrale wird neben dem aktuellen Standort der ÖKT Offenhausen errichtet.

Neubau einer Pyrolyse-Heizzentrale

Geschätzte Wärmeverbräuche für den Trassenverlauf

Gemeinde Offenhausen: ca. 6GWh/Jahr
Gemeinde Engelthal: ca. 2GWh/Jahr
Frankenalb-Klinik: ca. 4GWh
AOK Bildungszentrum: ? GWh/Jahr
Rummelsberger Diakonie: ? GWh Jahr
Fleischmann Mietwäsche: ? GWh/Jahr

Trassenlänge: ca. 8,5km

Biomasse und Nutzung der Wärmeenergie

Die Pyrolyseanlagen werden zunächst mit Hackschnitzeln betrieben. Klärschlamm kann nach Trocknung und Genehmigung ebenfalls als Biomasse genutzt werden. Die produzierte Wärme wird mittels ORC-Anlagen verstromt und die Restwärme in das Wärmenetz eingespeist oder zur Klärschlammtrocknung genutzt.

Pflanzenkohle

Die Heizzentrale produziert jährlich ca. 3.000 Tonnen Pflanzenkohle, wodurch 8.700 Tonnen CO₂-Zertifikate generiert werden. Dies macht das Projekt zum größten CO₂-Removal-Park Deutschlands. Durch die bestehenden Absatzwege der ÖKT Offenhausen ist der Verkauf der produzierten Pflanzenkohle gesichert.

Investitionsplan

Für das Projekt wurde ein Finanz- und Liquiditätsplan erstellt. Entsprechend der aktuellen Planung ist eine Investition in Höhe von ca. 14 Mio. € vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen Heizzentrale und des gesamten Wärmenetzes ist zum Beginn der Heizperiode 2025/26 geplant.

Neubau einer Pyrolyse-Heizzentrale
Neubau einer Pyrolyse-Heizzentrale